Info-24-Service » Gesundheit » 10 Warnzeichen, bei denen man sofort zum Arzt sollte
10 Warnzeichen, bei denen man sofort zum Arzt sollte
- Bei starken Bauch- oder Brustschmerzen oder einer heftigen Blutung weiß jeder, was zu tun ist: ab zum Arzt!
- Bei anderen Beschwerden dagegen ist die Sache nicht so eindeutig.
- Bei Kopfschmerz zum Beispiel. Verschwindet er wieder oder steckt etwas Ernstes dahinter?
- Im Folgenden stellen wir Ihnen 10 Beschwerden vor, bei denen rasches Handeln Pflicht ist.
1. Unerklärlicher Gewichtsverlust
Vermutlich sind viele Menschen zunächst einmal zufrieden, wenn sie an Gewicht verlieren. Wenn eine Ernährungsumstellung, eine Diät oder auch mehr sportliche Aktivität dahinterstecken, ist das auch völlig verständlich. Anlass, eine anhaltende Gewichtsabnahme kritisch zu hinterfragen, gibt es aber dann, wenn offensichtliche Erklärungen fehlen. Gesundheitsexperten geben folgende Richtwerte an: Wer innerhalb 1 Monats 5 Prozent seines Gewichts oder innerhalb von 6 – 12 Monaten 10 % verliert, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn er nicht weiß, warum. Es gibt verschiedene Krankheiten, die zu einem so deutlichen Gewichtsverlust führen. Krebs, eine zu aktive Schilddrüse oder eine bisher unbekannte Nahrungsmittelunverträglichkeit kommen u. a. als Ursachen infrage.
2. Lichtblitze im Auge
Wenn jemand im Auge Lichtblitze sieht, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um einen augenärztlichen Notfall. Es besteht die Gefahr, dass die Netzhaut sich von der Unterlage löst. Zu den Faktoren, die eine solche Ablösung begünstigen können, zählen Kurzsichtigkeit, Zuckerkrankheit sowie Unfälle, bei denen das Auge mit betroffen ist. Die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung stehen gut, sofern die Therapie rasch einsetzt. Allerdings lässt sich mit Medikamenten nichts erreichen, es muss operiert werden. Verschiedene Techniken stehen zur Wahl. Mit Laserlicht oder durch Vereisung können gezielt winzige Verletzungen erzeugt werden. Die bindegewebigen Narben, die sich daraufhin bilden, verkleben gewissermaßen die Schicht der Sinneszellen mit der Unterlage. Eine andere Möglichkeit sind Kunststoffplomben, die von außen auf das Auge genäht werden.
3. Plötzliche Kopfschmerzen
Kopfschmerzen, die schlagartig einsetzen und stärker sind als jemals zuvor, gehören ärztlich abgeklärt, besonders dann, wenn sie mit weiteren Beschwerden einhergehen, wie Verwirrtheit, Erbrechen, Sehschwierigkeiten oder hohem Fieber. Viele der möglichen Ursachen erfordern eine sofortige Therapie, z. B. ein massiv angestiegener Blutdruck, ein Schlaganfall oder eine Blutung aus einer Gefäßaussackung (Aneurysma). Starke Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber und steifem Nacken weisen auf eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hin.
4. Heiße, rote, geschwollene Gelenke
Schwellung, Erwärmung und Rotfärbung eines Gewebes weisen auf eine Entzündung hin, auch bei Gelenken. Wenn die Beschwerden nach einem üppigen Mahl auftreten, kann die Ursache ein akuter Gichtanfall sein. Die Erkrankung macht sich oft zunächst am Grundgelenk der großen Zehe bemerkbar. Der Körper schafft es nicht, die Harnsäure auszuscheiden. Es bilden sich Kristalle, die sich im Gelenk und dessen Nähe ablagern und eine Entzündung hervorrufen. Die Beschwerden können allerdings auch auf eine rheumatologische Erkrankung oder eine Infektion mit Bakterien hinweisen. Damit die Keime das Gelenk nicht zerstören und sich weiter ausbreiten, muss rasch eine Antibiotikatherapie einsetzen.
5. Sprachverlust, Sehstörungen und Lähmungen
Bei plötzlichem Verlust der Sprache, einseitigem Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Kraftverlust oder Lähmung eines Arms oder Beins geht es meist um Minuten: Die Beschwerden weisen auf einen Schlaganfall hin. Die Chancen, keine dauerhaften Folgen zu erleiden, stehen umso besser, je früher die Behandlung einsetzt. In den ersten 3 – 4 Stunden gelingt es bisweilen, das verstopfte Gefäß mit Medikamenten wieder zu öffnen. Auch wenn die Symptome rasch wieder von selbst verschwinden, gehören sie umgehend abgeklärt. Ärzte sprechen dann von einer TIA, einer transitorischen ischämischen Attacke. Solche Durchblutungsstörungen bergen eine große Gefahr: Sie gelten als Vorboten eines Schlaganfalls.
6. Auffällige Kurzatmigkeit
Jeder, der eine Treppe hoch hetzt, kennt das: Auf dem Weg nach oben wird die Luft knapp. Vorsicht ist dagegen geboten, wenn Kurzatmigkeit bei unbedeutenden Belastungen oder in Ruhe auftritt. Auch ohne Brustschmerzen gilt es dann eine Herzerkrankung auszuschließen. Andere mögliche Diagnosen sind Lungenkrankheiten, wie chronische Bronchitis oder allergisches Asthma. Immer mehr Menschen erkranken erst als Erwachsene an Asthma.
7. Veränderungen des Gemütszustands
Meist sind es Angehörige, die Veränderungen des Gemütszustandes bei Menschen bemerken, die ihnen nahestehen. Im Rahmen von Demenz-Erkrankungen kommt das häufiger vor. Sollte Verwirrtheit, Desorientierung oder plötzliches aggressives Verhalten zum ersten Mal auftreten, muss aber nach den Ursachen erst gesucht werden. Schwere Infektionen, Kopfverletzungen oder Schlaganfälle gehören zu den möglichen Diagnosen. Es kann auch eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine bisher unbekannte Zuckerkrankheit vorliegen: Unterzuckerungszustände gehen oft mit Verhaltensänderungen einher. Diese kommen auch als Nebenwirkung von Medikamenten vor. Umso wahrscheinlicher ist diese Möglichkeit, wenn der Arzt kürzlich neue Arzneien angesetzt oder die Dosierung alter Arzneien umgestellt hat.
8. Unerklärliche Verdauungsbeschwerden
Verdauungsbeschwerden sind nicht selten. Oftmals erklären sie sich durch eine Infektion mit einem Magen-Darm-Virus. Bei starkem Durchfall jedoch, der länger als 2 Tage andauert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Unter Umständen handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden muss. Auch leichter Durchfall, der sich über mehr als eine Woche hinzieht, oder der Wechsel zwischen Verstopfungen und Durchfall sollten einen Patienten zum Arzt führen. Das gilt ebenso, wenn jemand Blut im Stuhl entdeckt oder der Stuhl schwarz verfärbt ist. Alle diese Symptome können auf entzündliche oder bösartige Darmerkrankungen hinweisen. Wichtige Maßnahmen zur Vorsorge von Darmkrebs sind der Stuhltest auf Blut und die Darmspiegelung. Gesetzlich Versicherten steht z. Zt. ab dem 50. Lebensjahr jährlich eine Stuhluntersuchung zu, ab 55 wahlweise eine Darmspiegelung (Wiederholung nach 10 Jahren) oder ein Stuhltest alle zwei Jahre.
9. Anhaltendes Fieber
Fieber zeigt an: Im Körper spielt sich eine Entzündung ab. Es muss nicht hoch sein, auch Temperaturen um 38 Grad, die länger als eine Woche anhalten, sollten abgeklärt werden. Gesucht wird dann nach einer verborgenen Infektion, etwa in der Blase, im Mund oder in der Lunge. Eine entzündete Zahntasche kann, genauso wie eine aktivierte Tuberkulose, eine Ursache sein. War der Patient zuvor in einem tropischen Land, müssen Infektionskrankheiten wie Malaria ausgeschlossen werden. Auch bösartige Erkrankungen führen mitunter zu anhaltendem Fieber.
10. Ungewohntes Völlegefühl
Sie fühlen sich schon nach kleinen Mahlzeiten ungewohnt satt und voll? Wenn sich dazu noch andere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen gesellen, sollten Sie das auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Denn solch ein neu auftretendes Völlegefühl kann auf ein ernstes Gesundheitsproblem hinweisen, u. a. auf eine bösartige Erkrankung. Speiseröhre, Magen sowie Bauchspeicheldrüse müssen daher gründlich untersucht werden, um eine mögliche Krebserkrankung auszuschließen.
(Ende dieses Ratgebers) / (ohne Gewähr – 5297 – 2010-245jK)
Um Artikel über soziale Netzwerke weiterzuverbreiten, müssen Sie diese aktivieren - für mehr Datenschutz.
Dies könnte Sie auch interessieren:
Millionen von Menschen leiden unter Kopfschmerzen oder Migräne Da Sie diesen Report ausgewählt ...
Unser Blut - Ein Abbild des Lebens Was Blutwerte alles über unsere Gesundheit verraten ...
Das kennt jeder: Erst fühlt man sich schlapp, dann fängt es im Hals an zu kratzen, schließlich l ...
Schlechter Atem wirkt auf andere abstoßend. Er kann aber auch ein Symptom einer Erkrankung sein. ...
Herzfehler, Diabetes, Epilepsie: Für Menschen mit schweren oder chronischen Krankheiten ist der ...